Bei jedem Marathon sieht man sie massenhaft am Streckenrand: kleine, klebrige Energiegel-Beutel, die Läufer während des Wettkampfs zu sich nehmen. Doch ist das wirklich die beste Option, oder kann ein einfaches Glas Honig bei 42,2 Kilometern genauso gut wirken? Wir vergleichen Honig und Marathon-Gels.
Was steckt in einem Marathon-Gel?
Die meisten Marathon-Gels bestehen aus einer Mischung aus raffiniertem Zucker (oft Maltodextrin und Fruktose), Wasser, Aromastoffen und Konservierungsmitteln. Sie sind so konzipiert, dass sie schnell aufgenommen werden und leicht in einer kleinen Packung mitgenommen werden können. Die Idee ist einfach: viel Energie in wenig Volumen, damit man es während des Laufens leicht zu sich nehmen kann.
Was steckt in Honig?
Honig besteht im Gegensatz zu einem Gel nur aus einer Zutat: Honig. Keine künstlichen Aromen, keine Zusätze, keine lange Liste von E-Nummern. Allerdings enthält Honig, genau wie ein Gel, eine Kombination aus Glukose und Fruktose, den beiden Zuckern, die Ihr Körper über verschiedene Wege aufnimmt. Das ist genau die Eigenschaft, mit der auch Gelhersteller ihre Produkte zusammengestellt haben.
Honig und Marathon-Gels: Was sagt die Forschung?
Eine Studie mit trainierten Radfahrern, die 90 Gramm Honig pro Stunde erhielten, zeigte, dass die Leistung mit der Verwendung von normalen Sportgels vergleichbar war. Bei Läufern, die nach einem Training ein Getränk auf Basis von Akazienhonig tranken, konnten die Teilnehmer in einer nachfolgenden Einheit sogar weiter laufen als ohne dieses Getränk. Nicht jede Studie fand einen deutlichen Unterschied zu Wasser oder Sportgetränken, eine Garantie ist es also nicht. Was die Studien jedoch zeigen: Honig scheint in Bezug auf Aufnahme und Energieversorgung in die gleiche Kategorie wie ein Gel zu fallen, ohne die künstlichen Zusätze.
Praktisch während des Marathons: Honig oder Gel?
| Honig | Marathon-Gel | |
|---|---|---|
| Zutaten | Nur Honig | Raffinierter Zucker, Aromen, Konservierungsstoffe |
| Geschmack | Natürlich süß | Oft süß mit künstlichem Geschmack |
| Mitnahme während des Laufs | Kleines Glas, Quetschflasche oder Beutel | Standardmäßig in praktischer Packung |
| Preis pro Portion | In der Regel niedriger | In der Regel höher |
| Verfügbarkeit an Verpflegungsstellen | Selbst mitbringen | Oft von der Organisation verteilt |
Der praktische Nachteil von Honig während eines Marathons ist, dass die Organisation meist Gels entlang der Strecke verteilt, während man Honig selbst mitnehmen muss, zum Beispiel in einem kleinen Glas oder einer Quetschflasche im Laufgürtel. Für diejenigen, die während 42 Kilometern lieber keine künstlichen Zusätze zu sich nehmen möchten, ist das ein kleiner Aufwand für eine natürlichere Alternative.
Welchen Honig nimmt man mit?
Für unterwegs wählt man am besten eine milde und leicht lösliche Honigsorte, wie Akazienhonig – dieselbe Honigsorte, die in Studien mit Läufern verwendet wurde. Möchten Sie vor dem Renntag ein paar Sorten probieren? Dann schauen Sie sich unsere Probiersets an oder entdecken Sie das gesamte Sortiment in unserer Honigkollektion. Lesen Sie auch unseren ausführlichen Leitfaden über Honig beim Laufen für praktische Dosierungsempfehlungen während Ihres Trainings und Wettkampfs.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich Honig während eines Marathons mitnehmen? Ja, in einem kleinen Glas oder einer Quetschflasche. Beachten Sie, dass Sie ihn selbst mitbringen müssen, im Gegensatz zu Gels, die oft von der Organisation verteilt werden.
Ist Honig genauso effektiv wie ein Marathon-Gel? Einige Studien zeigen, dass die Leistung vergleichbar ist, insbesondere bei der Erholung zwischen zwei Belastungen. Nicht jede Studie fand einen deutlichen Unterschied zu anderen Kohlenhydratquellen.
Warum enthält ein Marathon-Gel andere Inhaltsstoffe als Honig? Gels werden industriell hergestellt und enthalten oft zusätzliche Aromen und Konservierungsstoffe, um Haltbarkeit und Volumen zu optimieren. Honig ist ein Naturprodukt ohne Zusätze.
Kann ich während eines Marathons zwischen Honig und Gels wechseln? Das ist möglich, es ist jedoch ratsam, dies vorher im Training zu testen, damit Sie wissen, wie Ihr Magen auf die Kombination reagiert.